Viele junge Menschen wissen gar nicht, wie wichtig das Thema Finanzen ist. Natürlich, warum auch? Von allein wird sich niemand freiwillig damit auseinandersetzen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Thema Finanzen oft vernachlässigt wird, insbesondere bei jungen Menschen und in Familien mit Migrationshintergrund. Für Familien mit Migrationshintergrund kann die finanzielle Bildung eine zusätzliche Herausforderung darstellen, da sie oft mit anderen Prioritäten konfrontiert sind, wie dem Überleben in einem neuen Land und dem Aufbau einer Existenzgrundlage. Doch auch für sie ist es wichtig, sich mit dem Thema Finanzen auseinanderzusetzen, um langfristige Ziele zu erreichen und finanzielle Stabilität zu erlangen.
In der Schule lernt man nichts darüber, und auch von den Eltern erhält das Thema oft zu wenig Aufmerksamkeit, sei es aus Mangel an Wissen oder anderen Gründen. Dabei ist finanzielle Bildung von entscheidender Bedeutung für die Zukunftssicherung und das Wohlergehen eines jeden Einzelnen.
Es ist verständlich, dass das Thema Finanzen zunächst langweilig oder einschüchternd wirken kann – so war es zumindest bei mir. Die Komplexität und die Vielzahl von Begriffen und Produkten können überwältigend sein. Zum Glück habe ich diese Ausbildung angefangen; sonst hätte ich mich wohl nie damit auseinandergesetzt, da einfach zu wenig Erfahrung und Wissen vorhanden war. Für mich war das Thema nie relevant, weil ich nie mitbekommen habe, wie wichtig es ist. Wir wissen auch alle, wie es in Deutschland mit der Rente aussieht: Hat man nicht in frühen Jahren vorgesorgt, so hat man später nur eine minimale Rente, mit der kein Mensch wirklich auskommen kann.
Es ist wichtig, jungen Menschen beizubringen, wie sie ihre Finanzen verwalten, sparen und investieren können. Selbst kleine Beträge von 25 € können im Laufe der Zeit erheblich wachsen, wenn sie intelligent angelegt werden. Durch die richtige Planung und Vorsorge können sie sich ein finanziell stabiles Leben aufbauen und für ihr zukünftiges Wohlergehen sorgen.
Als ich angefangen habe, mich mit dem Thema Finanzen zu beschäftigen, hatte ich schnell den Eindruck, dass es nichts für mich ist. Es war mir auch peinlich zuzugeben, dass ich eigentlich keine Ahnung habe und bemerkt habe, dass mir finanzielle Bildung fehlt. Es geht vielen so, dass man sich zunächst überwältigt fühlt und nicht weiß, wie man sich dem Thema nähern soll. Mir ging es genau so. Lass dich nicht entmutigen – du bist damit nicht allein! Es gibt viele Wege, sich Schritt für Schritt einzuarbeiten, sei es durch Bücher, Kurse oder persönliche Beratung.
Für einen ersten Überblick finde ich die Informationsbroschüre der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFIN) „Was junge Menschen über Geld wissen sollten.“ schön übersichtlich.
Für deine Fragen danach gibt es zum Glück zahlreiche Agenturen und beratende Personen, die sich auf die Bedürfnisse junger Menschen einstellen und sie auf Augenhöhe abholen.
Ich war selbst skeptisch, als ich im Zuge meiner Ausbildung im Vertrieb einer Versicherungsagentur arbeiten musste. Ich hatte das Klischee im Kopf, dass es nur um Verkauf geht.
Die Agentur, in der ich gelandet bin, ist anders. Während meiner Hospitation habe ich erst wirklich verstanden, worum es bei der Absicherung durch Versicherungen geht – sei es für die Gesundheit oder die Altersvorsorge. Hier geht es nicht nur um den Verkauf von Policen, sondern um den Menschen hinter den Zahlen.
Es geht um eine ganzheitliche Betrachtung des Lebens, um das Verständnis für die verschiedenen Situationen, in die wir alle geraten können. Es geht darum, dass jeder von uns sich mit bestimmten Themen auseinandersetzen sollte, um zu verstehen, wie unser Sozialsystem funktioniert. Nur so können wir realistische Entscheidungen treffen, die zu unserem Leben und unseren finanziellen Möglichkeiten passen.
Also, lass dich nicht von Vorurteilen abschrecken. Es gibt Ansprechpersonen da draußen, die sich wirklich um die Menschen kümmern und sie auf ihrem Weg zu einer sicheren Zukunft begleiten.
Autorin: Vanessa